GartenGespräche

Im Mittelpunkt stand die Idee, Gärten nicht nur als Orte des Anbaus, sondern als Räume der Begegnung, des Austauschs und der gemeinschaftlichen Gestaltung zu begreifen.

Akteure: Kristina Fiand (Künstlerin, Permakultur-Gärtnerin), Alexandra Urbas (Mitglied Gemeinschaftsgarten Niederurff)

Ort: Kunst- und Werkhof Großropperhausen, Gemeinschaftsgarten Niederurff

Die beiden GartenGespräche im Garten des Kunst- und Werkhof Großropperhausen und dem Gemeinschaftsgarten Niederurff setzten sich intensiv mit dem Garten als kulturellem, sozialem und demokratischem Erfahrungsraum auseinander.

Menschen aus der Region kamen zusammen, um sich über ihre Erfahrungen und Perspektiven auszutauschen. In einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre wurde gemeinsam gearbeitet, diskutiert und reflektiert. Der Workshop bot Raum, um über gesellschaftliches Miteinander, Beteiligung und Verantwortung ins Gespräch zu kommen und diese Themen anhand des gemeinsamen Gartenthemas greifbar zu machen.

Im Rahmen der Veranstaltung im Gemeinschaftsgartens Niederurff fand eine Samentauschbörse statt, die auf großes Interesse stieß. Zahlreiche Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner aus der Region brachten ihre selbstkultivierten Samen mit und tauschten diese untereinander aus. Die Börse entwickelte sich schnell zu einem lebendigen Treffpunkt, an dem nicht nur Saatgut, sondern auch Wissen, Erfahrungen und persönliche Geschichten weitergegeben wurden. So wurde die Vielfalt regionaler Gartenkulturen sichtbar und der Gedanke des nachhaltigen, gemeinschaftlichen Handelns praktisch erlebbar.

Neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern nahmen bei dem Gespräch im Garten des Kunst- und Werkhofs auch kommerziell arbeitende Landwirte teil, die den Austausch nutzten, um sich über Techniken des Permakultur-Gartenanbaus zu informieren. Der direkte Dialog zwischen Hobbygärtnerei, künstlerischem Kontext und landwirtschaftlicher Praxis ermöglichte neue Perspektiven und zeigte auf, wie ökologische Ansätze auch in größeren Zusammenhängen gedacht und weiterentwickelt werden können.

Ein zentrales Anliegen der GartenGespräche war es, Beteiligung aktiv zu fördern. Die Teilnehmenden wurden eingeladen, ihre eigenen Ideen einzubringen, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Dadurch entstand ein lebendiger Dialog, der unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar machte und gegenseitiges Verständnis stärkte. Der Workshop verstand sich als Teil eines offenen Netzwerks, das Menschen ermutigt, ihre Wirksamkeit zu erkennen und selbstbewusst zu handeln. Der Garten fungierte als verbindendes Element, das Gespräche erleichtert und neue Perspektiven eröffnet.